Hans Blomberg bigFM

„Morgenhans“ Hans Blomberg: „Von bigFM kam die Kündigung!“

Wurde dem beliebten bigFM-Morgenshow-Moderator Hans Blomberg gekündigt? Diese Frage hat viele seiner Fans monatelang beschäftigt. Blomberg selbst sagt nun: „Ja, die Kündigung kam von bigFM!“

Der Privatsender aus dem Südwesten wehrte sich auf seiner Facebook-Page lange gegen diesen Vorwurf. Und jetzt? Schweigt die Pressestelle.

Dass bei bigFM offensichtlich öfter einmal einiges drunter und drüber geht, könnte man auch aus dem dubiosen Moderatoren-Casting schließen, das der Sender nach dem Weggang von Hans Blomberg veranstaltet hat.

Im Folgenden soll nun dokumentiert werden, wie es in der Radiobranche zugehen kann, wenn eine Seite offensichtlich die Unwahrheit sagt.

Facebook-Page von Hans Blomberg im März 2013; Quelle: facebook.com/hansblomberg
Facebook-Page von Hans Blomberg im März 2013; Quelle:Facebook.com/hansblomberg

Hans Blomberg im Interview

Die kritische Frage: Wer hat hier gekündigt? Blomberg oder bigFM? Die Antwort gibt Hans Blomberg nun in einem Interview, das der Webradiosender „Radio Zwiebeldorf“ am Freitag, 4. April, um 20 Uhr in voller Länge ausstrahlen wird. Interessantes Detail: Blomberg unterhält sich hier mit Holger Plottke, der sich 2013 nach Blombergs Weggang als Nachfolger des Morgenshow-Moderators beworben hatte.

Hier auf radiowatcher hören Sie vorab, wie sich Blomberg zu seiner Kündigung äußert:

„Eine Kündigung von bigFM“

Wortwörtlich sagt Blomberg im Interview:

Du, ich hab‘ null Geheimnisse! Man hat mich ja auch immer auf Facebook gefragt: Warum geht’s zuende? Ich habe da nie ein Geheimnis draus gemacht. Es passte nach 10 Jahren einfach nicht mehr zusammen von beiden Seiten. Und Ausschlag gebend war dann tatsächlich, dass eine Kündigung kam von bigFM.

Da war ich ja zehn Jahre. (…) Danach hat man sich zwar dann noch einmal hingesetzt und hat auch von beiden Seiten versucht, noch einmal weiter zu arbeiten. Aber irgendwie war dann der Wurm drin und dann habe ich gesagt: Nee, dann machen wir nicht weiter. Die haben gesagt: Gut, dann machen wir nicht weiter. Und dann war die letzte Sendung – ich wusste es schon ein halbes Jahr vorher – im Juni, da kam die Kündigung, die hat mich hier in Berlin erreicht.

Und dann habe ich gesagt: Gut, dann lassen wir es halt auslaufen. Dann war am 13. Dezember 2012 die letzte Show. Was ich auch schade fand natürlich – und deshalb verstehe ich auch die Reaktionen auf Facebook und so.

„Ich dürfte mich on Air nicht verabschieden“

Für den Hörer war es tatsächlich überraschend, weil es wurde nicht angekündigt und ich durfte mich on Air ja nicht verabschieden und gar nichts dazu sagen. Und der Sender hat halt auch gar nicht erklärt, warum es jetzt zuende ist. Und deswegen war natürlich die große Frage: Hey, hat das Arschloch uns verlassen? – also: war ich schuld, oder war der Sender schuld? Ich hab’s eigentlich immer so ein bisschen umschrieben. Du, die besten Beziehungen sind doch die, wenn beide Seiten merken, es passt nicht mehr. Besser, als wenn der eine den anderen abschießt. Von daher: War ein kleiner Schusswechsel, aber… ein willkommener!

bigFM: „Es wurde niemand gekündigt!“

Das Privatradio bigFM hat offensichtlich versucht, den Anschein zu vermeiden, dass Blomberg gekündigt wurde: Auf der Facebook-Seite des Senders hieß es Monate nach der Kündigung immer noch: „Es wurde niemand gekündigt!“ Und: Blomberg habe „nach zehn Jahren der Zusammenarbeit eine neue berufliche Herausforderung“ gesucht.

Quelle: bigFM/Facebook
Quelle: bigFM/Facebook

Ein paar Tage später schrieb bigFM auf seiner Facebook-Seite: „Wir sind aber schon auf der Suche nach einem neuen Moderator, es bleibt also spannend“. Wie spannend das nachfolgend veranstaltete Moderatorencasting tatsächlich war, kann man hier auf radiowatcher nachlesen.

Quelle: bigFM/Facebook
Quelle: bigFM/Facebook

Blombergs Reaktionen auf Twitter

Auf Twitter äußerte sich Blomberg gegenüber seinen Fans folgendermaßen:

bigFM schweigt  – mal wieder

Auf Nachfrage von radiowatcher antwortet bigFM leider auf keine der gestellten Fragen. Ob und – wenn ja – warum dem Moderator gekündigt wurde – darüber möchte der Pressesprecher offensichtlich nicht sprechen. Auch nicht darüber, wie es denn nun zum Bruch zwischen Sender und Moderator kam. Warum dürfte sich Hans Blomberg nicht on Air von seinen Hörern verabschieden? Auch diese Frage bleibt unbeantwortet.

Stattdessen verweist die Pressestelle auf eine Pressemitteilung, die kurze Zeit nach dem Ausscheiden von Hans Blomberg veröffentlicht worden war: Unter der Überschrift „Oliver Pocher neuer Manager von bigFM’s Susanka“ ging es leider fast ausschließlich um den Neuzugang. Nur kurz heißt es am Ende des Absatzes: „Hans Blomberg, bekannt als der „Morgenhans“, zieht es nach Berlin, er wechselt zu RTL Radio ins Abendprogramm.“

Schluss mit Lob

Zeiten ändern sich: Nur etwa anderthalb Jahre zuvor hatte Kristian Kropf, Geschäftsführer von bigFM, Blomberg noch in den höchsten Tönen gelobt: In der Pressemitteilung von damals hieß es: „Hans Blomberg ist einer der profiliertesten Entertainer im deutschen Radio. Er war einer der ersten Comedians im deutschen Privatradio und wir sind sehr froh, dass wir mit ihm in die Zukunft gehen werden.“

Zukunft? Hat offensichtlich nicht so geklappt.

Ausschnitt aus der Morningshow mit Hans Blomberg

Damit sich jeder, der die Morgensendung von bigFM noch nicht gehört hat, einen kleinen Eindruck verschaffen kann – hier ein kleiner Ausschnitt vom 30. März 2012, als Hans Blomberg noch neben Susanka Bersin moderierte:

Statement von Hans Blomberg

Update, 4..4.2013, 10:18 Uhr: Auf Anfrage von radiowatcher hat sich Hans Blomberg gemeldet. Er möchte folgendes Statement abgeben:

Ich möchte das Thema nicht erneut aufwärmen, da ich seit Januar 2013 auf direkte Höreranfrage auf meiner Hans Blomberg Facebookseite doch bereits alles öffentlich gesagt habe. Trotzdem erfüllt es mich mit Stolz, dass mit Pocher & Storb gleich zwei neue Moderatoren nötig waren, um meine Lücke bei bigFM zu schließen. 😉 Die nächsten mindestens 10 Jahre gehören nun aber mal RTL und den damit verbundenen erfolgreich angelaufenen Projekten in Deutschland.

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